Grüß Gott und herzlich willkommen

bei der Evangelischen Kirchengemeinde Herbrechtingen!

 

Wir wünschen allen Hoffnung und Zuversicht

und ein gesegnetes Jahr 2021.

Karfreitag

Mitten in der Kirche – der gestorbene Jesus. Unübersehbar, zentral. Er passt nicht in diese Zeit, in der man den Eindruck bekommt, dass Sterben um jeden Preis verhindert werden muss. „Jeder Tote ist einer zu viel!“ 
In der Kirche hat das Sterben Platz. Jesus am Kreuz erinnert daran, dass sich Sterben nicht verhindern lässt. Kein Toter ist zu viel. Wer leben will, muss auch sterben. Auf die eine oder andere Weise.

Mir tut es gut, wenn ich mich von Jesus an mein eigenes Sterben erinnern lasse. Dann fühle ich mich nicht so allein. Jesus hat es durchgestanden, sogar ein ziemlich schlimmes Sterben. Er hat es geschafft. „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können!“

So furchtlos bin ich nicht. Wobei – als es dann so weit war, hat Jesus auch gezittert. Und hat sich trotzdem dem gestellt, was gekommen ist. Ich glaube, das war es bei Jesus: er hatte Angst, aber er hat sich durch die Angst nicht vom Leben abhalten lassen.
Jesus hat gewusst, was ihn erwartet. „Wir gehen jetzt nach Jerusalem. Dort werden mich die Oberen verhaften, auspeitschen und töten.“ Doch auf dem Weg dahin hat Jesus gelebt. Jeden Tag, jede Minute. Hat gegessen, gefeiert, gelacht, geheilt. Wie konnte Jesus das – dem Sterben ins Auge sehen und zugleich leben? 

Als er schon gekreuzigt war, hat er es einem der Mitgehängten verraten: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!“ Sterben ist nicht, wie wenn das Licht ausgeschaltet wird. Sterben ist eine Tür – dahin, wo das Leben weitergeht. 
Das hat Jesus gewusst. Deshalb hat er sein Leben nicht durch Vorsichtsmaßnahmen beschneiden lassen. Und konnte so für die da sein, die man sonst gemieden hat, sogar für die ansteckend Kranken. Deshalb hat Jesus diese Freiheit ausgestrahlt, in der Mühselige und Beladene aufatmen konnten. 
Wer sich dem Sterben stellt, wird klug, verspricht der Psalm 90. Weil ich das zusammen mit Jesus tun kann, fühle ich mich gar nicht allein.

Ihr
Pfarrer Michael Rau

 

Zeit sich zu erinnern –

 

Ein Buch über mein Leben

 

Seit Monaten kommen die Älteren kaum noch aus dem Haus. Vor allem der Austausch in Gruppen geht nicht mehr. Wir Verantwortliche der Kirchengemeinde merken, was da fehlt. Doch vielleicht lässt sich aus der schwierigen Situation auch etwas Gutes machen.

 

Jeder hat schon so viel erlebt: Ganz andere Verhältnisse, die sich Jüngere gar nicht mehr vorstellen können. Besondere Ereignisse, die dem Leben eine andere Richtung gegeben haben.  „Ich könnte ein Buch darüber schreiben!“ Dafür war meistens zu wenig Zeit. Momentan sollte Zeit aber kein Problem sein. So haben wir ein Heft gemacht, in dem ein Blatt mit Fragen liegt als Einstieg für eigene Erinnerungen. Und dann Platz zum Schreiben in das Heft. Vielleicht einfach um die Erinnerungen für sich selbst wieder nach oben zu holen. Oder auch für die Kinder und Enkel, für die so ein selbstgeschriebenes Büchlein einen Einblick gibt in das, was auch ihr eigenes Leben irgendwie mitbestimmt hat.

„Erzähl doch mal! Wie war das damals?“

Wenn Sie also in den nächsten Tagen und Wochen so ein Büchlein überreicht bekommen oder im Briefkasten finden, wäre es schön, wenn Sie die Chance nutzen würden, die die viele Zeit gerade bietet. Mal sehen, was daraus wird.

Wolfgang Geiger

 

 

In dem Heft ist ein Blatt mit Fragen eingelegt. Die Fragen sind als Einstieg zum Aufschreiben der Erinnerungen gedacht. Diese Fragen liegen in Papierform in der Kirche zum Mitnehmen aus oder können hier heruntergeladen werden:

 

Erzähl_doch_mal_Fragen.pdf
PDF-Dokument [870.5 KB]

Predigten

von Pfarrer Rau zum Lesen: Glaube unverbraucht

Die Kirche ist geöffnet!

 

In dieser unsicheren Zeit kann es gut tun, sich einfach in die Kirche zu setzen, zur Ruhe zu kommen, zu beten.

Der Kirchenraum wirkt schon für sich. So ruhig ist es kaum irgendwo sonst. Wer in der Bank sitzt ahnt etwas von der Weite, die bei Gott ist - "Du stellst meine Füße auf weiten Raum."

Sie können auch nachspüren, wie alt diese Kirche schon ist - in den ältesten Teilen 1200 Jahre alt. Für unsere menschliche Lebensspanne ist das ewig. So viele Katastrophen, Kriege, Nöte hat diese Kirche gesehen und überstanden. Und die Menschen haben durch die Jahrhunderte in dieser Kirche Kraft geschöpft.
Kraft, die ihre Wurzel jenseits der Katastrophen dieser Welt hat.

 

Die Kirche ist jeden Tag zwischen 10.00 Uhr und 19.00 Uhr geöffnet.

Glocken laden um 19 Uhr ein zum Gebet
 

Jeden Abend um 19:00 Uhr von Montag bis Freitag treffen sich alle, die den Tag abschließen und das Gelungene und ihre Sorgen vor Gott bringen wollen, zu einem liturgischen Gebet, das etwa 20 Minuten dauert.

 

Aktuelle Informationen - Stand 06.04.2021

 

Gemeindeveranstaltungen abgesagt 

Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen sind alle Veranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde Herbrechtingen bis auf Weiteres abgesagt. Dies betrifft die Krabbelgruppe, Jungschar, Frauenkreis, Frauentreff Mittendrin, Walk and Talk und den Seniorenkreis.

 

Gottesdienste

Gottesdienste und Kinderkirche dürfen wir unter Einhaltung von Hygienevorschriften feiern.

Darüber freuen wir uns sehr und laden herzlich ein. Bitte vergessen Sie Ihre medizinische Mund-Nasen-Bedeckung nicht. Wenn Sie ein Attest zur Maskenbefreiung haben, sind Sie auch ohne Maske im Gottesdienst willkommen.

Trauerfeiern in der Kirche können abgehalten werden. 

 

Von der Seele reden

Wir sind auch in der Zeit des Lockdown für Sie da:

Pfarrer Rau ist zu erreichen unter 07324 919534 oder per E-Mail

michael.rau@elkw.de

Diakon Martin Schmidt ist zu erreichen unter 07324 9833382 bzw. 07324 989378 oder per E-Mail martin.schmidt@elkw.de

 

Geburtstagsbesuche

Vorübergehend werden Geburtstagsjubilare nicht vom Besuchsdienst bzw. von den Pfarrern besucht. Wenn Sie einen seelsorgerlichen Besuch wünschen, rufen Sie bitte im Pfarramt I an – Telefon 07324 919534.

 

Aktuelle Informationen

erfahren Sie im Pfarramt I – Telefon 07324 919534.